Türkise Seen und Everest-Panorama
17 Tage ab und bis Kathmandu. Eine Trekkingreise durch das Gokyo-Tal mit zwei Akklimatisationstagen, Übernachtungen am See und der Besteigung des Gokyo Ri auf rund 5.360 Metern.
Kurzbeschreibung
Oberhalb von Machhermo wird die Landschaft weit und karg. Zwischen Fels und Geröll tauchen die ersten Seen auf, dahinter stehen die weißen Flanken des Cho Oyu. In Gokyo bleiben Sie zwei Nächte direkt am dritten See. So haben Sie Zeit für den Aufstieg zum Gokyo Ri und einen Nachmittag am Ufer.
Der Weg dorthin führt durch Sherpa-Dörfer, über Hängebrücken und durch die Wälder des Sagarmatha-Nationalparks. Eine anspruchsvolle Reise für Menschen, die gern lange draußen sind und die Everest-Region jenseits des Basislagerwegs kennenlernen möchten.
Die Reise im Überblick
| Merkmal | Angaben |
| Reisedauer | 17 Tage und 16 Nächte ab und bis Kathmandu |
| Region | Khumbu, Everest-Region, Nepal |
| Reiseart | Geführtes Lodge-Trekking |
| Tage im Trekkinggebiet | 12 Tage einschließlich Akklimatisation und Gokyo Ri |
| Höchster Punkt | Gokyo Ri, ca. 5.360 m |
| Höchster Übernachtungsort | Gokyo, ca. 4.790 m |
| Anforderungen | Anspruchsvoll durch Höhe, längere Etappen und einfache Unterkünfte |
| Gehzeiten | Meist ca. 3–6 Stunden; längste Etappe ca. 6–8 Stunden |
| Höhenanpassung | Zusätzliche Nächte in Namche und Machhermo; Zwischenübernachtung in Khumjung |
| Unterkünfte | 12 Lodgenächte und 4 Hotel- oder Gästehausnächte |
| Beste Reisezeit | März bis Mai und Oktober bis November; Ende September je nach Monsunverlauf |
| Anreise ins Trekkinggebiet | Flug nach Lukla, je nach Flugplan ab Kathmandu oder Ramechhap |
| Rückreisepuffer | Ein voller Tag vor dem internationalen Abflug |
| Preis | Auf Anfrage, abhängig von Termin, Teilnehmerzahl und vereinbarten Leistungen |
Höhen und Gehzeiten sind ungefähre Orientierungswerte. Die Gehzeiten verstehen sich ohne längere Pausen und können sich durch Wetter, Wegzustand und individuelles Tempo verändern. Internationale An- und Abreisetage außerhalb Nepals kommen gegebenenfalls hinzu.
Unterwegs zu den Gokyo-Seen
Der Weg beginnt mit Bewegung und Geräuschen. Unter den Hängebrücken rauscht der Dudh Koshi, Lasttiere ziehen an den Häusern vorbei, vor den Lodges werden Taschen abgestellt. Noch teilen Sie die Strecke mit vielen Menschen, die zum Everest Base Camp unterwegs sind. In Namche Bazar liegen Bäckereien und Ausrüstungsläden dicht beieinander; auf den Treppen dazwischen kommt man leicht ins Gespräch.
Hinter Namche verändert sich die Reise. Über Khumjung führt die Route ins Gokyo-Tal. Die Siedlungen werden kleiner, die Abstände zwischen den Unterkünften größer. Oberhalb der Wälder prägen niedrige Sträucher und offene Hänge das Bild. An manchen Stellen lohnt es sich, einfach stehen zu bleiben und zurückzuschauen: Die Berge, die am Morgen noch hinter einer Talbiegung lagen, stehen plötzlich frei vor Ihnen.
Gokyo selbst besteht aus einer überschaubaren Ansammlung von Lodges am Dudh Pokhari, dem dritten der Hauptseen. Das Wasser kann bei Sonne kräftig türkis leuchten. Zieht eine Wolke darüber, wirkt dieselbe Fläche dunkel und kühl. Im zeitigen Frühjahr kann noch Eis auf den Seen liegen. Gerade dieser Wechsel macht den Ort interessant: Das Motiv bleibt, aber das Licht verändert es immer wieder.
Am Gokyo Ri wird aus dem Blick auf einen See ein Blick über das ganze Hochtal. Der Anstieg ist steil, und über 5.000 Metern werden auch kurze Pausen wichtig. Oben liegen die Häuser von Gokyo klein am Ufer, daneben der zerfurchte Ngozumpa-Gletscher. Bei freier Sicht reicht das Panorama bis zu vier Achttausendern. Für diesen Aufstieg ist ein eigener Tag vorgesehen; anschließend geht es zurück zur Lodge.
Diese Reise passt zu Ihnen, wenn Sie Berglandschaften gern zu Fuß erschließen und dafür auf den Komfort eines Hotels verzichten können. Das Gokyo-Tal ist meist weniger frequentiert als der Hauptweg zum Everest Base Camp. Ein Geheimtipp ohne andere Wandernde ist es allerdings nicht, besonders im Frühjahr und Herbst.
Anforderungen und Höhenanpassung
Für diesen Trek sollten Sie mehrere Tage hintereinander auf unebenen Bergwegen gehen können. Trittsicherheit, Ausdauer und ein sicherer Umgang mit längeren Abstiegen sind wichtig. Im regulären schneefreien Verlauf sind keine Kletterkenntnisse erforderlich. Schnee und Eis können die Anforderungen jedoch erheblich verändern; besonders am Gokyo Ri kann ein Verzicht auf den Aufstieg notwendig werden.
Zur Vorbereitung eignen sich regelmäßige längere Wanderungen mit Ihrem Tagesrucksack, möglichst auch an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Üben Sie nicht nur das Bergaufgehen, sondern auch längere Abstiege. Neue Schuhe sollten Sie vor der Reise einlaufen.
Gute Kondition schützt nicht vor Höhenkrankheit. Die zusätzlichen Nächte in Namche und Machhermo geben Zeit zur Anpassung, können Beschwerden aber nicht ausschließen. Melden Sie Kopfschmerzen, Übelkeit oder ungewöhnliche Erschöpfung frühzeitig. Mit Symptomen einer Höhenkrankheit wird nicht weiter aufgestiegen. Atemnot in Ruhe, Verwirrtheit oder unsicheres Gehen sind Notfälle und erfordern sofortige Hilfe und einen raschen, sicher organisierten Abstieg.
Lassen Sie persönliche Vorerkrankungen und Ihre Eignung für die Höhe vorab reisemedizinisch beurteilen. Eine Versicherung muss die geplante Trekkinghöhe, medizinische Behandlung und notwendige Bergung beziehungsweise Evakuierung ausdrücklich abdecken. Rettungsflüge sind wetter- und verfügbarkeitsabhängig.
Übernachten und Essen
Die Unterkünfte
In Kathmandu sind Hotelübernachtungen vorgesehen; bei einem Abflug ab Ramechhap kann eine Nacht durch ein einfaches Gästehaus in der Flughafenregion ersetzt werden. Auf dem Trek schlafen Sie in Lodges, meist in Zweibettzimmern. Je höher Sie kommen, desto schlichter werden die Einrichtungen.
Erwarten Sie ungeheizte Schlafzimmer und häufig gemeinschaftlich genutzte Toiletten. Warmes Wasser und Duschen stehen nicht überall zuverlässig zur Verfügung und kosten oft extra. Ein warmer Schlafsack gehört deshalb ins Gepäck. Die gemütlichste Ecke einer Lodge ist häufig der gemeinsame Speiseraum, in dem nachmittags und abends die Wandernden zusammenkommen.
Einzelzimmer und Zimmer mit eigenem Bad können im oberen Tal nicht zugesichert werden. Die Lage am See bedeutet nicht automatisch Seeblick aus jedem Zimmer.
Die Mahlzeiten
Während der Trekkingtage sind Frühstück, Mittag- und Abendessen vorgesehen. Auf den Speisekarten stehen häufig Dal Bhat mit Reis, Linsen und Gemüse, außerdem Suppen, Kartoffel- und Nudelgerichte. Zum Frühstück gibt es je nach Lodge beispielsweise Porridge, Brot oder Eier. Die Auswahl wird mit der Höhe kleiner.
Vegetarische Verpflegung ist in der Regel gut möglich. Vegane Wünsche und Allergien sollten vor der Buchung besprochen werden. In kleinen Lodgeküchen lassen sich getrennte Arbeitsflächen und die vollständige Vermeidung von Kreuzkontaminationen nicht garantieren.
Trinken Sie ausschließlich ausreichend aufbereitetes Wasser. Auch klares See- oder Bachwasser ist nicht automatisch trinkbar. Wiederbefüllbare Flaschen helfen, Einwegplastik zu vermeiden.